Herstellung
+++ Pflege +++
Geschichte +++ Zertifikat
+++ FAQ
Richtiges Ölen
Uhren werden grundsätzlich nie am
Eingriff von Rad auf Trieb oder Trieb auf Trieb geölt, sondern nur
recht sparsam an der Ölsenkung der betreffenden Lader, so dass nur
die Zapfen benetzt sind. Es gibt verschiedene Öle für verschiedene
Beanspruchungen, Legierungen, Temperaturen.
Der Ton macht die Musik
Sollte - sei die Uhr alt oder neu - die
Tonfeder beim Anschlag nicht den gewünschten vollen, runden Ton
entfalten, so empfiehlt es sich nicht nur, nur die Tonfeder in
ihrer Aufnahmestelle auf Festigkeit im Sitz zu überprüfen, sondern
darüber hinaus auch die tadellose feste Verbindung des
Tonfederträgers mit der Holz-Rückwand wieder herzustellen. Dies
geschieht bei neuen Uhren, indem Schrauben auf ihren festen Sitz zu überprüfen
sind, während historische Schwarzwälder Uhren kundige Hammerschläge
auf die Haltevernietung auf Eisenunterlage vertragen und so einen gewünschten
Erfolg hören lassen. Die Rückwand selbst muss ebenfalls eine feste
Verbindung zum Kasten/Uhrengehäuse haben.
So hängt der Kuckuck richtig
Unser Kuckuck braucht einen Platz, an
dem er vor ständiger Zugluft geschützt ist. Er mag es einigermaßen
warm und hasst Minustemperaturen. Der Nagel beziehungsweise die
Schraube zum Aufhängen der Uhr sollte schräg nach unten
eingeschlagen werden, damit sich der Uhrenkasten selbsttätig an die
Wand drückt.
Rückwand des Uhrenkastens öffnen,
alle Transportsicherungen (auch die Pfeifenklammern) entfernen, das
Papier aus der Tonfeder ziehen und das Türchen des Kuckucks
probehalber öffnen und schließen. Nach dem Aufhängen der Uhr das
Pendel einhängen, die Uhr nach Gehör ausrichten, bis sie gleichmäßig
tickt. Die Zeit durch Vorwärtsdrehen des Minutenzeigers einstellen,
Pendel in Gang setzen. Die Uhr wird durch das Verschieben der
sogenannten Pendellinse justiert: schneller läuft sie, wenn man die
Linse nach oben verschiebt, langsamer läuft sie, indem man sie nach
unten zieht. Die Nachtabschaltung sollte nur auf "Ein" oder
"Aus" stehen; bleibt der Hebel in Mittelstellung, kann der
Kuckucksruf durcheinander kommen.
Die Uhr sollte aufgezogen werden, bevor
die Gewichte den Boden erreichen oder der Ring der Kette am Boden des
Uhrenkastens hängen bleibt. Die Lager des Uhrwerks können durch
Anheben der Gewichte beim Aufziehen geschont werden.
Falls die Uhr transportiert werden
muss, vorher die Gewichte aufziehen. Die Uhr nie auf den Kopf stellen,
da sonst die Ketten aus den Kettenrädern springen können.
Ein nicht ganz ernstgemeinter Rat zum
Schluss: Der Kuckuck ist ein genügsames Tier, also bitte nicht füttern!
Quelle: Verein-die Schwarzwalduhr |