Pflege der Kuckucksuhren
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Richtiges Ölen

Uhren werden grundsätzlich nie am Eingriff von Rad auf Trieb oder Trieb auf Trieb geölt, sondern nur recht sparsam an der Ölsenkung der betreffenden Lader, so dass nur die Zapfen benetzt sind. Es gibt verschiedene Öle für verschiedene Beanspruchungen, Legierungen, Temperaturen.

 Der Ton macht die Musik

Sollte - sei die Uhr alt oder neu - die Tonfeder beim Anschlag nicht den gewünschten vollen, runden Ton entfalten, so empfiehlt es sich nicht nur, nur die Tonfeder  in ihrer Aufnahmestelle auf Festigkeit im Sitz zu überprüfen, sondern darüber  hinaus auch die tadellose feste Verbindung des Tonfederträgers mit der Holz-Rückwand wieder herzustellen. Dies geschieht bei neuen Uhren, indem Schrauben auf ihren festen Sitz zu überprüfen sind, während historische Schwarzwälder Uhren kundige Hammerschläge auf die Haltevernietung auf Eisenunterlage vertragen und so einen gewünschten Erfolg hören lassen. Die Rückwand selbst muss ebenfalls eine feste Verbindung zum Kasten/Uhrengehäuse haben.

 So hängt der Kuckuck richtig

Unser Kuckuck braucht einen Platz, an dem er vor ständiger Zugluft geschützt ist. Er mag es einigermaßen warm und hasst  Minustemperaturen. Der Nagel beziehungsweise die Schraube zum Aufhängen der Uhr sollte schräg nach unten eingeschlagen werden, damit sich der Uhrenkasten selbsttätig an die Wand drückt.

Rückwand des Uhrenkastens öffnen, alle Transportsicherungen (auch die Pfeifenklammern) entfernen, das Papier aus der Tonfeder ziehen und das Türchen des Kuckucks probehalber öffnen und schließen. Nach dem Aufhängen der Uhr das Pendel einhängen, die Uhr nach Gehör ausrichten, bis sie gleichmäßig tickt. Die Zeit durch Vorwärtsdrehen des Minutenzeigers einstellen, Pendel in Gang setzen. Die Uhr wird durch das Verschieben der sogenannten Pendellinse justiert: schneller läuft sie, wenn man die Linse nach oben verschiebt, langsamer läuft sie, indem man sie nach unten zieht. Die Nachtabschaltung sollte nur auf "Ein" oder "Aus" stehen; bleibt der Hebel in Mittelstellung, kann der Kuckucksruf durcheinander kommen.

Die Uhr sollte aufgezogen werden, bevor die Gewichte den Boden erreichen oder der Ring der Kette am Boden des Uhrenkastens hängen bleibt. Die Lager des Uhrwerks können durch Anheben der Gewichte beim Aufziehen geschont werden.

Falls die Uhr transportiert werden muss, vorher die Gewichte aufziehen. Die Uhr nie auf den Kopf stellen, da sonst die Ketten aus den Kettenrädern springen können.

Ein nicht ganz ernstgemeinter Rat zum Schluss: Der Kuckuck ist ein genügsames Tier, also bitte nicht füttern!

Quelle: Verein-die Schwarzwalduhr



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